DJ Madness
DJ Madness © ist weit mehr als bloss eine Trademark, ein Gütesiegel; DJ Madness kann getrost als eine der Urzellen Schweizerischen Auflegetums bezeichnet werden und wer dies tut, dem kann die Lüge nicht nachgewiesen werden: Bereits 1986,...
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DJ Madness
DJ Madness © ist weit mehr als bloss eine Trademark, ein Gütesiegel; DJ Madness kann getrost als eine der Urzellen Schweizerischen Auflegetums bezeichnet werden und wer dies tut, dem kann die Lüge nicht nachgewiesen werden: Bereits 1986, als die Clubkultur in der Schweiz noch in den Kinderschuhen steckte, schlug Madness den Weg eines professionellen DJs ein.
Aber nicht nur als DJ, sondern auch als Veranstalter leistete er Pionierarbeit: Das heute noch sehr erfolgreiche Partylabel Delirium, das er Ende der 80er Jahre mit seinem Bruder Erik Molnar gegründet hat, organisierte nicht zuletzt auch die allererste Technoparty der Schweiz (Quelle: Arnold Meyer Technopapst).
Auch auf anderen Gebieten des Nightlifes war der umtriebige Macher Madness stets mit Rat und Tat und vor allem Know How zur Stelle: Er beteiligte sich an Clubbing-affinen Medien wie dem Raveline, war einer der Motoren der ersten Streetparade-Veranstaltungen zu Beginn der 90er, ein unverzichtbares kreatives Element in vielen legendären Clubs (Hells Kitchen, New Gothic, usw.) und für viele die Messlatte bezüglich Kreativität und Professionalität in allen Bereichen der aufkeimenden Nachtkultur an der Limmat.
Dies, zusammen mit seiner technischen Raffinesse und seinem Gespür für das Publikum, hat ihm 1995 gar den Titel DJ des Jahres (unter 80 Mitkonkurrenten) eingebracht.
Auf Titel gibt der Pro jedoch nicht allzu viel: Ich habe immer Musik für das Publikum gemacht deren Zuspruch und positive Reaktion auf meine Passion war mir stets die höchste aller Auszeichnungen; ohne sie gäbe es nur Josi Molnar, aber nicht DJ Madness.
Madness hat es auch stets verstanden, diese Leidenschaft in strukturierte Bahnen zu lenken: Nach der Gründung von SUB ZERO Records (zusammen mit Bruder Erik), dem ersten Techno-Label der Schweiz, kamen 1996 noch Electron Records und Electro Industries (1997) dazu.
Viel hat sich verändert in der mittlerweile bald 20 jährigen Schaffenszeit von Madness, aber es ist wohltuend zu sehen, dass sich einige Institutionen aus der Gründerzeit des CH-Nachtlebens nach wie vor blendend halten: Das Label Delirium ist 1998 in den schweizweit bekannten Club Supermarket umgezogen und freut sich über ungebrochen guten Zuspruch.
Seit 2004 ist Madness auch stolzer Besitzer (zusammen mit Daniele Barco und seinem Bruder Erik) eines Record-Stores, der weit mehr als ein blosser Plattenladen ist: Bei Central Records (Zähringerstrasse 47, Zürich) werden alle Wünsche und Ansprüche eines jeden DJs befriedigt und erfüllt seien es nun DJ-Cases, Nadeln oder gar die Aufgleisung von Eigenproduktionen; bei Central Records findet alles eine professionelle Umsetzung.
Jedoch wäre Madness nicht Madness wenn sich seine Aktivitäten auf die doch eher engen Grenzen der Schweiz beschränkt hätten in all den Jahren: Madness war 2004 der erste Schweizer DJ an der Budapest-Parade in Ungarn und gilt dort bereits seit längerer Zeit als Star mit viel Gespür für das richtige Handling von Turntables.J Madness ist mehr als bloss ein Pflasterstein auf der Strasse, die das Zürcher Nachtleben bis jetzt zurückgelegt hat: Er war nicht selten der Mittelstreifen.
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